Ich habe vor ca. einem Monat meinen alten 1&1 Internet-Anschluss gekündigt und bin zu Kabel Deutschland gewechselt. Nun hab ich den Hochgenuss einer 20.000 kbit/s Internet-Leitung über die normale Fernseh-Antenne ^^ . Der größte Grund, warum ich genau zu Kabel Deutschland gewechselt bin ist, dass in meiner Wohnung vor ca. einem halben Jahr die Antennen Buchse erneuert wurde von, wer hätte das gedacht (?), Kabel Deutschland
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Nun aber zum eigentlichen Thema. Ich hatte ja schon oft berichtet, dass mein alter 1&1-16.000-Anschluss nicht die volle Leistung erbracht hat (ums genau zu sagen, hatte ich maximal einen 10.000-Anschluss), die sie eigentlich erbringen sollte. Gestern bin ich dem ganzen auf die Spur gekommen und hab herausgefunden, woran das lag.
Aber von ganz von vorne. Bei Kabel Deutschland erhält man bei einem neuen Vertragsabschluss ein DSL-Modem (Thomson THG 520) und einen DSL-Router (D-Link DIR 300) kostenlos dazu. Ich bin bereits im Besitz einer Fritz!Box Fon 7170 durch meinen alten 1&1 Anschluss. Am Anfang hatte ich noch ausgiebig mit dem D-Link Router gearbeitet – lief alles problemlos und schnell. Da ich es aber ziemlich praktisch fand, bei einer Fritz!Box USB 2.0 Geräte (Drucker, Externe Festplatte, etc.) direkt an die Box anschließen und über WLAN/LAN/Internet direkt drauf zugreifen zu können, wollte ich vorerst noch die Fritz!Box benutzen, bis ich mir einen 802.11n-fähigen Router mit USB 2.0 Unterstützung zu lege.
Also schön munter das Netzwerkkabel vom Modem zum D-Link Router abgezogen und bei der Fritz!Box eingestöpselt. Nach einiger Zeit Surfvergnügen bemerkte ich einen drastischen Geschwindigkeitsverlust. Das kennzeichnet sich schon daran, dass ich z.B. bei Downloads vom schnellen Microsoft-Server einen Maximalen Downstream von ~7840 kbit/s erreiche (zuvor ~18583 kbit/s). Diese ~7840 kbit/s hatte ich auch bei 1&1, wobei es sich da um eine 16.000 kbit/s Leitung gehalten hat! Nun wollte ich es genauer wissen … was ist da los?
Ich hatte mir ein Testfeld aufgebaut. In meiner Wohnung greifen 3 Leute (mich eingeschlossen) über WLAN zu dem jeweils gerade angeschlossenen Router zu. Da ich die Verbindung selbst erstmal testen wollte, habe ich das WLAN komplett bei beiden Boxen deaktiviert und mich über LAN verbunden.
Als Testseiten hatte ich zuerst den Speedtest von wieistmeineip.de und anschließend zur erneuten Absicherung den Download des SP3 für Windows XP von der Microsoft-Seite genutzt. Die Tests hab ich jeweils 2x wiederholt (abwechselnd versteht sich (somit insgesamt vier Testwerte)). Natürlich sind die Ergebnisse nicht bindend… sollten aber einen ungefähren Wert darstellen. Mein System ist ein MacBook mit einem 2,0 GHz Intel Core2Duo, 2 GB Ram und mit installiertem MacOSX 10.5.5, restliche Informationen sind unnötig.
Als Browser fungierte die aktuelle Webkit Nightlybuild (r37469) (sprich… eine Beta von Safari 4). Nun folgt die Tabelle mit den Testergebnissen:
| Test |
Fritz!Box Fon 7170 |
D-Link DIR 300 |
| Dif.: |
1114 kb/s |
926 kb/s |
| WIMIP: |
914 kb/s |
2028 kb/s |
| SP3: |
1021 kb/s |
1947 kb/s |
Die Werte spiegeln einen Durchschnittswert von zwei Tests an, somit wurde jeder Test zur Kontrolle zwei mal durchgeführt. Wie man sieht, ist die Geschwindigkeitsdifferenz enorm! Der D-Link Router ist (bei mir) doppelt so schnell wie die Fritz!Box. Woran kann das liegen?
Ich muss dazu sagen, dass ich, wie oben bereits erwähnt habe, das integrierte Modem der Fritz!Box bzw des D-Link Routers nicht verwende(n kann, da ja das Internet über die Kabeldose kommt und nicht über das Telefonkabel). Hinsichtlich des enormen Unterschiedes könnte dies mit Kompatibilitätsproblemen zusammen hängen. Ich für meinen Teil habe AVM davon in Kenntnis gesetzt, dass irgendetwas nicht stimmen kann und werde warten, bis D-Link es auf die Reihe kriegt, wie die Fritz!Box, USB 2.0 Geräte übers Netzwerk freizugeben. Bis dato werde ich weiter mit der Fritz!Box surfen.
Das war der erste Teil meines Tests. Mir ist noch ein weiteres Problem mit der Fritz!Box aufgefallen. Nehmen wir folgendes Szenario: Ich lade mit meinem MacBook eine größere Datei herunter und belege ~500kb/s (also 50% des möglichen) der Bandbreite, dann kommt es oft vor das alle, die mit mir mit der Fritz!Box über WLAN und/oder LAN verbunden sind, unter Windows XP gar keine Internet Seite mehr aufrufen konnten. Das Problem, so hat sich nach meinen Recherchen rausgestellt, deutet daraufhin, dass die Fritz!Box nicht optimal die Verbindungen einteilen kann.
Entweder nimmt MacOS oder WinXP übermäßig viele Verbindungen zum Internet auf. Leider ist es so, dass es nicht möglich ist über die Fritz!Box anzuzeigen, welche Verbindungen welcher Client offen hat. Mir ist zwar der Weg über netstat bekannt, doch möchte ich einfacher vorgehen. Mit Hilfe des D-Link Routers kann man alle offenen Verbindungen jedes Clienten anzeigen, die mit dem Router verbunden sind. Es hat sich rausgestellt, dass Windows XP über 80 Verbindungen einnimmt, wenn der Browser Firefox (mit Adblock) Google.de aufruft und wenn garkein Browser geöffnet ist trotzdem noch über 20 Verbindungen offen stehen.
Wie kann das möglich sein, wenn das Betriebssystem am selben Tag neu aufgesetzt wurde und dort zum ersten Mal mit dem Internet verbunden wurde? Ist womöglich Windows XP eine einzige Spyware die ständig Daten an einen dritten schickt?
Des Rätsels Lösung sind die hunderten Windows Dienste, die seit dem Systemstart laufen. Sie werden (meist) nicht als Prozesse dargestellt, weil diese extrem Systemnah, bis, ja gerade zu, dem System entsprechen. Manche greifen dabei willkürlich auf das Internet zu und/oder halten eine Standleitungen.
Eine Konkrete Liste, welche Dienstprogramme dringend benötigt und welche man getrost deaktivieren kann, gibt es auf dieser Seite. Das ganze ist natürlich mit Vorsicht zu genießen! Wer lesen kann und nicht einfach alles deaktiviert begeht nicht das Risiko sein Windows komplett zu zerschießen.
Ich kann im laufe der Zeit mal meine Einstellungen für einen “Internet Betrieb über den Router” Online stellen. Soll wie gesagt nur ein Leitfaden darstellen.
Durch diese ganzen Vorkehrungen hatte ich die Verbindungsanzahl im “Leerlauf” auf gute zwei Verbindungen gedrosselt. Wenn man jetzt noch kurz überlegt, warum Windows XP ab SP1 eine “Offene Verbindungssperre” eingebaut hat (womit man nicht mehr als 10 offene Verbindungen eingehen kann), versteht man auch, dass es nicht einfach nur dafür da war, die Verbreitung von Viren zu bremsen …
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Software Firewalls (mal so nebenbei erwähnt) sperren meist (mit Absicht) nicht Windows interne (bekannte und sichere) Dienste, da sie diese auto. als “Grüne-Zone” Einstufen.
Zurück zum Text. Die D-Link hatte kein Problem die über ~250 Verbindungen für nur 3 User zu verwalten, aber die Fritz!Box tut sich diesbezüglich etwas schwerer und trennt zu manchen auch einfach die Anbindung für ein paar Sekunden. Die Funktion “Traffic-Shaping” sollte da sicherlich helfen, die Verbindungen besser einzuteilen, doch dies scheint nicht sonderlich gut mit Mac und Windows zusammen zu arbeiten zumindest kann ich da keinen unterschied feststellen.
Wenn ich was von AVM höre bzw selbst mehr herausfinde, schreibe ich erneut einen Beitrag
. Bis dahin … optimiert euer Windows
eure Netzwerk-Mitglieder im WLAN werden es euch danken xD