…egal ob Kleinkind, Erwachsener oder Rentner, alle haben eins gemeinsam: sie sind/waren/werden irgendwann depressiv sein. Ich kann von mir sogar behaupten, dass ich als ~9-jähriger Grundschule bereits angefangen hatte, depressiv zu sein. Dies hat sich so gespiegelt, dass ich auf gar nichts Lust hatte, egal auf was… mir war alles absolut egal (ob 1×1 … Deutsch… Erdkunde … alles war mir schnuppe… das zeigten am Ende auch meine Noten).
Genau an diesem Standpunkt, bin ich jetzt auch erneut geraten… ich hätte heute um Haaresbreite einfach frühzeitig meine Arbeitsstelle verlassen… hatte schon mit dem Gedanken gespielt zu kündigen und auf alles zu sch**ßen.
Nein, in der Arbeit lief nichts schief, alle waren sogar super nett zu mir, haben mir sogar geholfen aufzuräumen am Ende (worauf ich meistens sowieso kein bock habe, weil es am nächsten Tag sowieso wieder aussieht, wie im Schweinestall).
Ich bin allgemein unzufrieden mit meinem Leben… ich bräuchte am Tag mindestens 48 Std um halbwegs alles auf die Reihe zu kriegen, was ich zu erledigen habe. Das Studium zerrt ziemlich an der Substanz zu mal mich das immer noch nicht los lässt, dass ich in Internetrecht glatt durchgefallen sein soll.
Man muss sich das mal auf der Zunge zergehen lassen: Ich hab zu erst das Buch des Dozenten 2x durchgelesen (ziemlich schwer zu lesen, weil es sprichwörtlich für volldeppen geschrieben ist, die noch nie vorher nen Computer geschweige denn das Internet gesehen haben). Ich hatte außerdem ~6 alte 1’ser Klausuren, mit dennen ich gelernt hatte. Zu meinem eigenen erstaunen kamen in der Klausur exakt die selben fragen (natürlich buntgemischt) erneut ran und war mir deshalb meiner Sache mehr als nur sicher.
Eine Woche später, der Schock… durch Zufall traf ich meinen Dozent auf dem Weg zum nächsten Vorlesungsblock und er gab mir freundlicherweise meine Klausur wieder… Er war sogar zu faul anzustreichen, was überhaupt falsch gewesen sein soll in der Klausur noch schrieb er mir auf, wieviele Punkte er mir überhaupt für irgendwelche Aufgabenteile gab. Zuerst war auf dem Blatt nichts zu sehen… nicht mal eine Note. Erst als er sein mit Fett verschmiertes Schmierblatt rausholte, wo er mit Krakelschrift Matrikelnummer, Punkteanzahl und Note notiert hatte … war es klar… 5.
Wollte mich mit ihm direkt auseinandersetzen, doch er meinte, dass ich doch bitte zum nächsten Vorlesungstermin erscheinen solle (nun haltet euch fest: in 2 Wochen!), dann würde er mir alles dort erklären. Ja, toll… er kann mir viel erzählen solange der Tag noch jung ist… er hat immerhin nen Dr.-Titel in dem ganzen und hat (wie schon erwähnt) nen Buch geschrieben… Könnte natürlich so dreist sein und ihm zeigen, womit ich gelernt hatte … denke ja nicht, dass sich die Rechtslage von ~2000 bis 2008 geändert hat (zumindest nicht so extrem!) … doch ich denke nicht das dies legitim wäre.
Was hätte ich schon anders tun können, als einfach zu Schlucken und ein Semester zu warten und mich erneut einzutragen für den Kursus …
… In diesem Semester ging es nicht mehr, da der Kurs schon überfüllt war, als ich überhaupt daran gedacht hatte, mich dort einzutragen.
Als wenn das nicht alles wäre, kam auch schon in diesem Semester so etwas ähnliches vor… Ich, wie ein verrückter gelernt für DT und RA, ging fröhlich zu den Testaten, die dort anstanden… schreib fein leserlich und in Rekordzeit alle Antworten und Berechnungen hin, bis mir bei DT auffiel (10min vor Ablauf der Zeit) dass ich mich bei den Werten am Anfang verlesen hatte und in der Hauptberechnung einen Zahlendreher hatte. Ich, natürlich in Panik, bessere den Zahlendreher aus und merke dann, dass der Rest somit auch komplett falsch war.
Mein Dozent, ziemlich Rücksichtslos, verlautete “noch 3min… kommen Sie langsam zum Ende!“… ich geriet noch mehr in Panik.. fing sogar an zu Zittern, weil ich es selbst nicht glauben wollte, dass ich wegen so einem Kack durchfallen sollte… die Hälfte der Aufgabe konnte ich noch ausbessern, doch der Rest war falsch… Zu meinem Glück gab es bei der unteren Hälfte die meisten Punkte… mit anderen Worten… durchgefallen.
In RA ging das alles unspektakulärer zu. Ich schrieb fein säuberlich mein Testat… alles ging kinderleicht von der Hand (hab ja auch mehr als genug getan dafür!). Bis auf eine Frage, konnte ich (meinen Erachtens) alle Fragen korrekt und mit meinen eigenen Worten (die ich aus dem Skript interpretiert hatte) beantworten.
Eine Woche später … zu meinem erstaunen … gab er mir für jede Antwort nur ca die Hälfte der erreichbaren Punkte mit der Begründung, dass die Antwort ungenau oder nicht ausführlich genug wäre.
Mir platze fast der Kragen… Was soll man auch antworten, wenn danach gefragt ist, welche Rechnerkomponente die Steuer-Signale steuert? Eine Antwort, die sogar die Wortanzahl der Brockhausreihe toppen sollte? Da ging doch nur ein Wort… (zur Info, die Antwort war das Steuerwerk, wie ich auch richtig geantwortet hatte)… trotzdem nur 0,5 statt 1 Pkt.. das zog sich das ganze Testat lang…
Denke mehr Pech kann man innerhalb eines Semesters nicht haben… mich macht das alles ziemlich unglücklich. Hätte ich nichts für die Klausuren/Testate getan, könnte ich die Benotung noch nachvollziehen, aber so? Nein!
Über MA2 möchte ich soweit nicht reden, nur soviel: Hatte so gesehen den zwischenschritt richtig, wo ich aber selbst dachte, dass das Zwischergebnis totaler unsinn sein sollte, weil ich den Zahlenwert selbst nicht mal aussprechen konnte (((12/9)^-36/sqrt(-7)) … wie will man damit rechnen
?
Naja… alles ziemlich niederschlagend dieses Semester, nichts scheint mir zu gelingen…
… hatte ich schon erwähnt, dass ich dringend Urlaub/Ferien/Freizeit brauche…? … Sonst falle ich bestimmt noch in ein sehr tiefes Loch, wo ich gar nicht mehr rauskomme… Ich brauche jemanden zum ausheulen… festklammern… reden… lieben… natürlich meine Freunde und mein Schatzi Mina… hoffe das ich niemanden soweit belastet habe… denn zur Lastfallen, will ich wirklich absolut niemanden … jeder hat seine persönlichen… Probleme mit dennen er zu kämpfen hat…
Hoffe euch ergeht es nicht so wie mir…