Vor gut 3 Monaten hab ich mir ein Shuttle X27D zugelegt. Habe das Gerät gebraucht für 120€ bei Kijiji erstanden
.
Das Gerät hatte folgende Spezifikationen:
CPU: Intel Atom 330 (2x 1,6 GHz)
RAM: 2 GB 667 MHz Corsair
GPU: Intel GMA 950
Mainboard: Shuttle (eigenbau) mit Intel 945GC+ICH7 Chipsatz
Netzteil: 60 W (extern)
Audio: Realtek ALC662
HDD: 160 GB Western Digital
Laufwerk: DVD-Brenner LG (Slim)
(Alles kursiv-geschriebene wurde zusätzlich eingebaut und ist nicht serienmäßig enthalten)
Wenn man das alles so schon zusammenrechnet, kommen da schon locker 300€ zusammen, da war der Preis von 120€ nen echtes Schnäppchen xD. Wie dem auch sei… Die Anschaffung eines Barebone-Systems hatte mehrere Gründe:
Zum einen wollte ich ein System haben, dass extrem Stromsparend aber nicht zu schwach ist um als Server, für meine bestimmten Aufgaben, zu fungieren. Natürlich sollte es auch nicht zu teuer sein. Aussehen sollte es auch gut und möglichst leise bis lautlos.
Ich denke, mit dem X27D hab ich eine gute Wahl getroffen
. Das Gerät ist an sich komplett Passiv gekühlt, es fungiert nur ein kleiner Aktivkühler, der den Mainboard-Chipsatz kühlt, aber trotzdem leise ist (habe ihn ersetzt durch einen Silent-Kühler von Noiseblocker (5,95€)).
Los gehts
Vorinstalliert war schon ein Windows XP Home, dass ich aber sofort von der Festplatte verbannt hatte – nein, nicht weil ich alle Microsoft Produkte verabscheue – das tue ich nicht! – nein, das System entsprach einfach nicht meinen Wünschen.
Kurzerhand entschloss ich mich den Windows Home Server zu installieren.
Der Windows Home Server
Der Windows Home Server ist an sich eine echt feine Sache. Es besitzt Möglichkeiten Dateien im Netzwerk freizugeben und darüberhinaus noch eine recht hübsche Weboberfläche, was ermöglicht z.B. in der Uni auf den Home Server und damit auf die freigegebenen Dateien zuzugreifen (bei geöffneten Ports).
Darüberhinaus kann über Remotedesktop eine eigene Benutzer-Session geöffnet werden (sogar in der Weboberfläche integriert (vorrausgesetzt man benutzt den Internet Explorer < 7. Ab dem Internet Explorer 7 funktioniert das benötigte AddIn nicht, bzw wird es automatisch deaktiviert und kann so nicht ohne weiteres aktiviert werden)). Der Sinn besteht darin, laufende Programme auf dem Server beenden bzw. neue starten zu können
.
Schön gelöst ist auch, dass alle Musik-, Video- und Bild-Dateien, die sich auf dem Server im Eigene Musik (etc.) Ordner befinden automatisch in die Windows Media Player’n der Netzwerkmitglieder einreihen. Bei Auswahl einer der Dateien, wird diese über das Netzwerk gestreamt
.
Über die Möglichkeit AddIns (d.h. Plugins) auch für den Windows Home Server zu installieren, brauche ich, denk ich, keine weiteren Worte verlieren
.
Für den Otto-Normalverbraucher wäre das wohl das System, worauf man alles aufbauen könnte, aber leider nicht für meine Ansprüche. Also habe ich das System wieder plattgemacht und ein anderes System eine Chance gelassen.
Hackintosh OSX86
Ich bin im Besitz einer Originalen Mac OSX Leopard 10.5 DVD und hab es mir nicht nehmen lassen mal auszuprobieren, ob es möglich wäre, aus dem Shuttle einen “Mac” zu machen
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Ich habe mich auf den wichtigsten Informationsseiten schlau gemacht und eine Ansammlung an modifizierten Treibern für den X27D gefunden. Eine extra modifizierte OSX DVD musste ich dafür nicht bemühen, da die wichtigste Hardware schon von der Leopard DVD unterstützt wird. Einzige Sache, die fehlte war eine EFI Emulation.
Mit Boot-132, mit manuell hinzugefügten modifizierten Treibern, konnte der Spaß auch beginnen. Nach einer ellenlangen Installation (knapp 2 Std) hatte ich ein fertig installiertes Mac OSX 10.5 auf meinem Shuttle X27D
. Stabil lief das System schon, nur lief der interne kleine Lüfter pausenlos auf Höchstleistung und der Ausschalter am Gehäuse ließ das System beim einmaligen Drücken nicht runterfahren, also wurde auch dieses System verworfen.
Last, but noch least: Ubuntu
Zu guter letzt hatte ich es mit Ubuntu 9.04 LTS probiert. Das System hatte schon alle Treiber integriert und benötigte einzige den Audiotreiber, bzw musste ich diesen Manuell von Realtek installieren, da der Treiber (scheinbar) nicht richtig eingestellt war.
Eine weitere Problematik stellte der Anschluss meines Toshiba 26A3000P HD LCD-Fernsehers dar. Angeschlossen wurde das Gerät über den VGA-Ausgang. Zwar hatte ich ein Bild am Fernseher, aber die Auflösung von 800×600 Pixel war mehr als nicht zufriedenstellend. Ubuntu bot mir auch keine höhere Auflösung an, also musste ich mit der xorg.conf in /etc/X11/xorg.conf rumspielen, um den von mir gewünschten Effekt zu erzielen: Mindestens 1280×1024 Pixel.
Mit Hilfe der Programme gtf und crt war es ohne probleme möglich, die (halbwegs) richtige Modelline für eine selbst gewählte Auflösung zu erzielen.
xenon@xenon:~$ gtf 1280 1024 60
xenon@xenon:~$ ctr 1280 1024 60
liefern beide fast identische Modellines. Zu beachten ist, dass der Erste Parameter für die X-Koordinate, der Zweite Parameter für die Y-Koordinate und der Dritte für die Wiederholungsrate (in Hz) steht (mehr infos: man gtf & man crt). Die Modelline in die xorg.conf einbetten, X neustarten und wundern, dass zwar die Auflösung von 1280×1024 Pixel angenommen wurde, das Bild aber um ca 3 cm nach links verschoben wird.
Ich habe das so gelöst, dass ich die Parameter, also die Modelline, die ausgegeben wird, leicht modifiziert hatte (d.h. ein Wert um 3 erhöhen, X neustarten, schauen ob sich was geändert hat usw.), was nach ca 50 Neustarts des X-Servers die richtige Position des Bildes hervorrufte
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Die nächste problematik stellte noch die unbrauchbare 3D-Unterstützung für Intel OnBoard Grafikkarten. Ich hatte damit gerechnet, dass ich ein MediaCenter, wie XBMC oder Moovida, nutzen kann, um Filme, Musik und Bilder schön auf dem Bildschirm darstellen zu können.
Das schon das Menü des MediaCenters im Schneckentempo läuft, hatte es auch keinen weiteren Sinn gemacht, weiter an dem System zu arbeiten.
Ubuntu 9.10 Karmic Koala
Nun kommt das neue Flaggschiff der Ubuntu-Reihe zum Einsatz – Karmic Koala. Ich hatte auf einer Newsseite gelesen, dass die Treiber für die Intel OnBoard Grafik in Ubuntu 9.10 überarbeitet und nun eine vollständige 3D-Unterstützung für Intel OnBoard Chipsätze liefern würden
. Leider handelte es sich bis dato noch um die 3. Alpha und somit war es dort noch möglich, dass einiges am System rumgeschraubt wird (außerdem ist es nicht für die produktive Nutzung gedacht).
Aber, es lief alles tadellos (mit den oben erwähnten Änderungen für 9.04).
So, nun hatte ich alles beisammen, nen Ubuntu MediaCenter, was alles konnte, was ich wollte, naja… sagen wir fast alles! Eine Sache hatte mir noch gefehlt, ich wollte noch HD-Filme (720p & 1080p) Wiedergeben können.
So gehts weiter…
Nach kurzem Informieren war mir klar, dass ich mit der eingebauten Grafik und der CPU nicht weit kommen konnte … also entschloss ich mich für ein anderes Mainboard
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Meine Wahl, der Einbau und alles was dazu gehört, werde ich demnächst im 2. Teil meiner Reihe erzählen
. Vielen Dank fürs Lesen
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